Vortrag von Matthias Küntzel: Eine Region in Flammen – Über die islamistische Offensive und die europäische Reaktion

Donnerstag, 5. November 2015, um 18:30 Uhr

Neues Institutsgebäude, HS III
Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Der Genozid an den Eziden

WIFNO-Interview mit Ezidipress
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat am 3. August 2014 das Hauptsiedlungsgebiet der Eziden im Nord-Irak, Sindschar, überfallen. Sindschar ist für Eziden so etwas wie die Halsschlagader der Religion, Kultur, Geschichte aber auch des ezidischen Widerstandes. Entsprechend gewalttätig sind die IS-Terroristen daher gegen die Eziden vorgegangen, die sie als „Ungläubige“ betrachten und deren Tötung und Versklavung sie durch eine extreme Auslegung des Korans legitimieren. Für Eziden ist das nichts Neues, sie wurden in der Vergangenheit immer wieder von Vernichtungsfeldzügen heimgesucht, dennoch befinden sie sich durch die Gewaltexzesse der vergangenen Monate in einem Ausnahmezustand.
Der Angriff auf Sindschar war bereits einige Wochen vorher absehbar. Sowohl strategisch als auch in propagandistischer Hinsicht war die Region Sindschar für den IS bedeutend. Noch wenige Tage vor dem Vernichtungszug verkündete der IS seine Absicht, die Region einnehmen zu wollen. Dennoch wurden keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen zur Verteidigung der ezidischen Bevölkerung getroffen, die etwa 90% der Population in Sindschar ausmachte.
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WIFNO Report 02/2015 Antisemitischer Spektakel in Wien

Zusammenfassung:
• Linke Antizionisten und islamistische Gruppierungen verbreiten öffentlich in Österreich antiisraelische Hasspropaganda, welche direkt zur Verbreitung von Antisemitismus unter muslimischen Migranten und Linken beiträgt.
• Linke Antizionisten und islamistische Gruppierungen in Österreich instrumentalisieren gezielt Kinder und Jugendliche mit ihrer Hasspropaganda.
Weiterlesen: Siehe Anhang

Die Gefährdung der Juden im Spannungsfeld der französischen Krise

Republikanischer Club – Neues Österreich, Rockhgasse 1, 1010, Eingang Café Hebenstreit
Referat und Diskussion mit Danny LEDER, Moderation: Alexander EMANUELY (RC)

Zwei Tage nach dem Blutbad bei „Charlie-Hebdo“  wurden in einem koscheren Supermarkt an der Pariser Stadtgrenze vier Juden erschossen. Weil bei den Anschlägen vom Jänner quasi zeitgleich Frankreichs populärste Karikaturisten und Juden von Dschihadisten getötet wurden, rückte die besondere Gefahrenlage der Juden ins Bewusstsein jener Teile der französischen Zivilgesellschaft, die bisher dieses Phänomen unterschätzt hatten.
Das bedeutet nicht, dass Frankreichs mediale Öffentlichkeit, politische Spitzen und Sicherheitsbehörden zuvor die Augen vor antijüdischen Taten verschlossen hätten – ganz im Gegenteil. Aber gleichzeitig stockte das diesbezügliche Engagement bei einem Teil der aktivsten Kerne der Zivilgesellschaft nicht zuletzt wegen der schmerzhaften Erkenntnis, dass die antijüdische Gewalt fast ausschließlich von Jugendlichen ausging, die sich in städtischen Randzonen, an der Schnittstelle zwischen Kriminalität und radikalem Islam bewegen – also jungen Menschen aus benachteiligten Milieus, denen Verständnis entgegengebracht wird.

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