Der Genozid an den Eziden

WIFNO-Interview mit Ezidipress
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat am 3. August 2014 das Hauptsiedlungsgebiet der Eziden im Nord-Irak, Sindschar, überfallen. Sindschar ist für Eziden so etwas wie die Halsschlagader der Religion, Kultur, Geschichte aber auch des ezidischen Widerstandes. Entsprechend gewalttätig sind die IS-Terroristen daher gegen die Eziden vorgegangen, die sie als „Ungläubige“ betrachten und deren Tötung und Versklavung sie durch eine extreme Auslegung des Korans legitimieren. Für Eziden ist das nichts Neues, sie wurden in der Vergangenheit immer wieder von Vernichtungsfeldzügen heimgesucht, dennoch befinden sie sich durch die Gewaltexzesse der vergangenen Monate in einem Ausnahmezustand.
Der Angriff auf Sindschar war bereits einige Wochen vorher absehbar. Sowohl strategisch als auch in propagandistischer Hinsicht war die Region Sindschar für den IS bedeutend. Noch wenige Tage vor dem Vernichtungszug verkündete der IS seine Absicht, die Region einnehmen zu wollen. Dennoch wurden keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen zur Verteidigung der ezidischen Bevölkerung getroffen, die etwa 90% der Population in Sindschar ausmachte.
Weiterlesen: Siehe Anhang
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